Abkürzungen & Begriffe Rund um Glasfaser verständlich gemacht

Hier wollen wir Ihnen einige oft im Zusammenhang mit dem Glasfaserausbau genannten Abkürzungen und Begriffe erklären. Wenn Sie Fragen haben, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

FTTC (englisch „Fibre to the Curb, (Glas-)faser bis an den Randstein)

Darunter versteht man das Verlegen von Glasfaserkabeln bis zum nächsten Verteilerkasten. Bis zu dem Verteiler werden dazu Glasfaserkabel gezogen, die Feinverteilung in die Gebäude erfolgt in dieser Bauweise immer noch in Form der alten Telefonkabel (aus Kupfer).

 

Der Begriff FTTC wurde in Deutschland durch den VDSL2-Ausbau der Telekom bekannt, mit der die Telekom die theoretisch mögliche DSL-Geschwindigkeit auf bis zu 250 Megabit erhöht hat. Dazu hat die Telekom in vielen Orten Glasfaser bis an die meisten Verteilerkästen gezogen und die Zahl derselben zum Teil erhöht.

 

FTTC erhöht zwar die Geschwindigkeiten, ist aber nach heutigem Stand der Technik eine Sackgasse, weil diese physikalisch bedingt hinsichtlich der Geschwindigkeit (derzeit maximal 250 Megabit) beschränkt bleiben und das bestehende Kupfernetz vor allem in kleinen Ortschaften oft schon etwas in die Jahre gekommen ist und zudem oft kaum noch Ausbaureserven für Neuanschlüsse vorhanden sind. Dazu kommen prozessuale Probleme in der Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Netze, der Telekom. 

 

Ähnliche hybride Ansätze verfolgen zum Teil auch die Kabelnetzbetreiber.

 

FTTB (englisch: „Fibre To The Basement / To The Building“, (Glas-)faser bis in den Keller / ins Gebäude) 

Bei FTTB wird ein Glasfaserkabel (bestehend aus mehreren Fasern) bis ins Gebäude (meist im Keller) gebracht. Der Ausbau nach dem FTTB-Ansatz wird auch vom Zweckverband Breitbandausbau des Landkreises Lörrach verfolgt.

 

Nach Grabungen werden Leerrohre über eine Bohrung ins Gebäude geführt, in welche dann ein Glasfaserkabel eingeblasen wird. Dieser Kabel (bestehend aus 2 Fasern pro Gebäude plus je 2 Fasern pro Wohneinheit) wird dann mit dem sogenannten Hausübergabepunkt (HÜP, vgl. ebenda) verbunden. Dieser Hausübergabepunkt befindet sich meist im Technikraum des Hauses, meist da wo auch andere Versorgungsleitungen (z.B. Telefon, Wasser, Gas und Strom) enden.

 

Der Abstand zur Bohrung darf aus Brandschutzgründen nur gering sein (maximal 2m), es besteht deshalb keine Möglichkeit den Hausübergabepunkt beliebig im Gebäude oder an anderer Stelle im Haus zu platzieren.

 

Im Netzausbau im Landkreis Lörrach ist der jeweilige Gebäudeeigentümer dann selbst in der Verantwortung das Netz (über bestehende Netzwerkverkabelung oder idealerweise ebenfalls per Glasfaser) bis zum Verbrauchspunkt (vgl. FTTH) zu bringen.

 

Die GLASFASERHELDEN unterstützen Sie gerne dabei das schnelle Netz in ihre Wohnräume zu bekommen.

 

FTTH (englisch: „Fibre To Home“, (Glas-)faser bis in die Wohnung) 

Mit FTTH bezeichnet man das Verlegen von Lichtwellenleitern / Glasfasern bis in die Wohnung eines Kundens. Da die dafür benötigten Fasern extrem klein im Radius und Glasfasern gegenüber Elektrizität unempfindlich sind, können diese oft Rohr-in-Rohr oder direkt mit bestehenden Kabeln verlegt oder eingeblasen werden

 

In der WOHNUNG enden die Fasern in speziellen optischen Telekommunikationsdosen. Bis zu diesem Punkt wird keinerlei Strom benötigt. Erst für den ONT (siehe ebenda) und einen dahinter hängenden Router wird dann ein Stromanschluss in der Nähe der Dose benötigt.

 

Die GLASFASERHELDEN unterstützen Sie gerne dabei eine solche Lösung zu konzipieren und zu bauen.

 

FTTO (englisch: „Fibre to the Office“, (Glas-)faser bis ins Büro)

Als FTTO bezeichnet man eine spezielle Art der Netzwerkverkabelung. Dabei wird die Verkabelung eines Gebäudes oder eines Campus mit Lichtwellenleitern statt klassischen Kupferkabeln bis hin zu den Netzwerkdosen in den einzelnen Büros ausgeführt.

 

Diese Form der Netzwerkverkabelung bietet einige Vorteile:

  • Durch die Glasfaserkabel / Lichtwellenleiter entfallen die bekannten Längenbeschränkungen für die Netzwerkverkabelung (die bekannte 100m-Limite bei Kupferkabeln). 
  • Das bedeutet auch, dass teure Infrastruktur (z.B. die stromfressenden Unterverteilerräume, deren Technik ebenfalls gewartet und regelmäßig ausgetauscht werden muss) und damit verbundene Kosten und Risiken entfallen können. Sie können mit einem FTTO-Ansatz einen ganzen Campus aus einem Rechnerraum mit Netzwerk und Diensten versorgen, zukunftssicher ohne das Übertragungsmedium in einigen Jahren wieder austauschen zu müssen (sie tauschen stattdessen lediglich die Technik an den Endpunkten). Am Endpunkt werden klassische RJ45-Stecker auf kleinen, managebaren Switchen angeboten.
  • In Form eines Ringes ausgeführt erhält das Netz zusätzliche Ausfallsicherheit. Jeder Punkt kann in einem Ring auf zwei Wegen erreicht werden. Sollte es doch einmal zu Schäden an den Glasfaser-Kabelbündeln kommen, dann kann jeder Punkt über einen anderen Weg wieder erreicht werden.
  • Dazu kommen die Vorteile des geringeren Platzbedarfs, des deutlich geringeren Gewichtes und die Unempfindlichkeit des Mediums Glasfaser auf Elektrizität und elektromagnetischen Feldern, was sie für den Einsatz im Industrie- und Healthcare-Einsatz prädestiniert.
  • Solche Lösungen machen vor allem bei Neubauten oder anstehenden Modernisierungen Sinn und im 1:1 Vergleich der Kosten von Kupferkabeln gegen die von Glasfasern, liegt die Glasfaser schon heute vorne.

 

Kontaktieren Sie die GLASFASERHELDEN, wenn ein solcher Ansatz für Sie von Interesse ist oder Sie mehr über den Return-on-Investment von FTTO-Lösungen erfahren wollen.

 

HÜP (Hausübergabepunkt)

Der HÜP (manchmal auch Glasfaser-Abschlusspunkt / GF-AP oder Building Entry Point (BEP) genannt) ist die Abgrenzung zwischen der Netzebene 3 (örtliches Verteilnetz, das im Landkreis Lörrach vom Zweckverband betrieben wird) und der Netzebene 4 (Hausnetz, das in der Verantwortung des Hauseigentümers liegt) und in die Netzebene 5 (Wohnungsunterverteilung) übergeht.

 

Mehr Informationen zu den Netzebenen finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.

 

Der HÜP befindet sich wie schon beim Begriff FTTB beschrieben, oftmals im Keller im Hausanschlussraum. Das Prinzip ist hier dasselbe wie bei einem Kabelanschluss: Ab dem Hausübergabepunkt endet die Verantwortung des Betreibers und ab diesem Punkt beginnt die Verantwortung des Hauseigentümers, der für den Weitertransport des Signals bis in die einzelnen Wohnungen verantwortlich ist.

 

Der Hausübergabepunkt benötigt keinen Strom, an ihm kommen nur die Lichtsignale aus den übergeordneten Netzebenen an bzw. über ihn werden Lichtsignale aus dem Haus an dieselben weitergereicht.

 

Um die Lichtsignale, welche über Glasfasern verschickt werden, in Daten in Form von elektrischen Netzwerksignalen umzuwandeln benötigt es einen sogenannten ONT (siehe ebenda).

 

Die GLASFASERHELDEN unterstützen Sie gerne dabei eine solche Lösung zu in Ihren Gebäuden zu konzipieren und zu bauen.

 

ONT (englisch „Optical Network Termination“, Optischer Netzwerkabschluss)

Als ein ONT bezeichnet man den Endpunkt von Fiber to the Home (FTTH), an dem die optischen Lichtsignale in elektrische Netzwerksignale übersetzt werden. Ein solches Gerät befindet sich meist in der Wohnung oder nahe der Netzwerkverteilung eines Gebäudes. An diesen wird meist ein Router angeschlossen, wie sie ihn von klassischen DSL-Anschlüssen her kennen.

 

Der ONT kann in einem Einfamilienhaus auch direkt neben dem HÜP platziert werden (er benötigt allerdings im Gegensatz zum HÜP einen Stromanschluss) und dann an die klassische Netzwerkverteilung angeschlossen werden. Diese sollte jedoch die theoretisch möglichen Geschwindigkeiten eines Glasfaseranschlusses unterstützen.

 

In Mehrfamilienhäusern macht es Sinn den ONT in den jeweiligen Wohnungen zu platzieren und den Weg dorthin via Glasfaser zu erschließen. Durch den gewählten Netzstandard des Netzbetreibers ist es leider nicht möglich den ONT entfallen zu lassen und direkt einen Glasfaser-Router an eine optische Netzwerkdose (vgl. FTTH) anzuschließen.

 

In allen Fällen unterstützen Sie die GLASFASERHELDEN gerne die für sie optimale Lösung zu finden.

 

Netzebenen (1 bis 5)

Um das Glasfasernetz und die Zuständigkeiten für einzelne Teile davon besser abgrenzen zu können, wird das Netz in sogenannte Netzebenen segmentiert.

 

Die Netzebene 1 stellen dabei die Weitverkehrsnetze dar, mit der die Internet Service Provider, welche Dienste auf den Netzen des Netzbetreibers anbieten und dafür vom Betreiber Fasern mieten und Dienste einkaufen, die Verbindung in Richtung Internet oder ihrer eigenen Providerdienste sicherstellen.

 

Die Netzebene 2 ist der Backbone des regionalen Glasfasernetzes, welcher durch den gesamten Landkreis geführt wird. Der Backbone, der in Form eines Ringes ausgelegt ist, durchquert dabei alle der in etwa 60 geplanten POPs (siehe ebenda) und stellt durch seine Bauform (Ring statt Linie) sicher, dass alle POPs im Falle eines lokalen Schadens am Backbone über einen alternativen Weg (andersherum über den Ring) erreichbar bleiben.

 

Der Übergang von Netzebene 2 (Backbone) zur Netzebene 3 (örtliches Verteilnetz) geschieht in den POPs. Von dort aus werden Glasfasern bis in die einzelnen Gebäude geführt, wo diese am HÜP (siehe ebenda) enden.

 

Die Netzebene 2 und 3 wird im Landkreis Lörrach durch die Firma Pepcom im Auftrag des Zweckverbandes betrieben. Die Verantwortung von Pepcom erstreckt sich nur auf diese beiden Ebenen. Höherliegende Netzebenen liegen in der Verantwortung der Provider und tieferliegende in der Verantwortung der Haus- bzw. Wohnungseigentümer.

 

Die Netzebene 4, das sogenannte Hausnetz, liegt in der Verantwortung des jeweiligen Hauseigentümers bzw. der Eigentümergemeinschaft. Es beginnt am HÜP und endet am sogenannten ONT (siehe ebenda), welcher sich neben dem HÜP oder in bzw. nahe an der jeweiligen Wohnung selbst befinden kann. 

 

Die Netzebene 5, die sogenannte Wohnungsunterverteilung, stellt dann die Verteilung in die jeweiligen Wohnräumen sicher und muss entsprechend vom Wohnungseigentümer selbst sichergestellt werden.

 

Die GLASFASERHELDEN bieten Services auf den Netzebenen 2 bis 5 an. Wenn Sie auf einer dieser Ebenen Unterstützung benötigen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

POP (englisch „Point of Presence“, Knotenpunkt/Vermittlungspunkt)

Ein POP ist ein Knotenpunkt innerhalb eines Kommunikationssystems, der die Verbindung zwischen zwei oder mehr Kommunikationsnetzen aufbaut. Ein gutes und weithin bekanntes Beispiel für einen POP ist die klassische Telefon-Vermittlungsstelle, die früher (ganz früher sogar noch mit dem Fräulein vom Amt) zwischen den lokalen Telefonleitungen und den Fernverkehrsleitungen agierte.

 

Genauso verhält es sich bei den POPs des Zweckverbandes. Der Backbone (das Rückgrat des Netzes und Netzebene 2) des regionalen Datennetzes wird in Form eines Ringes durch den Landkreis, welcher die etwa 60 POPs in den 35 Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes kreuzt, geführt.

 

Auf die POPs laufen die lokalen Verteilnetze der Netzebene 3 in den jeweiligen Gemeinden zu, welche die POPs mit den HÜPs (siehe ebenda) und ONTs (siehe ebenda) der Netzebene 4 (Hausverteilung) und 5 (Wohnungsverteilung) verbindet. 

 

Das heißt, dass jede einzelne Faser, welche in einem Haus auf dem HÜP aufläuft eine direkte und exklusive Verbindung zum zugeordneten POP hat. Die Kommunikation auf dieser Faser wird also nicht geteilt, erst ab dem POP wird der entstehende Datenverkehr aller am POP auflaufenden Fasern für den Weitertransport durch die Internet Service Provider auf dem Backbone gebündelt und mit höchsten Geschwindigkeiten in Richtung Internet und wieder zurück geleitet.

 

Die GLASFASERHELDEN beteiligen sich aktiv am Ausbau des regionalen Netzes und bieten ihre Services auf den Netzebenen 2 bis 5 Unternehmen, Privatkunden, Internet Service Providern, dem Zweckverband und dem Netzbetreiber an.

 

Wenn Sie unsere Unterstützung benötigen, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.